Schuljunge mit blauen Augen
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: Methodik

Adaption nach kanadischem Vorbild

UWE ist die Adaption eines kanadischen Befragungsinstruments, dem „Middle Years Development Instrument“ (MDI), das in der Provinz British Columbia in Kanada im Rahmen des Präventionsprogramms „Human Early Learning Partnership“ (kurz HELP) eingesetzt wird.

Der Fragebogen wurde von Forscherinnen und Forschern in enger Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Gemeindeorganisationen sowie Politikerinnen und Politikern entwickelt. Es gibt nach den kanadischen Befunden relevante Kontextfaktoren, zum Beispiel in der Nachbarschaft, in der Familie, in der Schule, unter denen Kinder sich unterschiedlich gut entwickeln. Die deutsche Übersetzung wurde in Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg erstellt mit Förderung des Wissenschaftsministeriums des Landes Baden-Württemberg unter der Sonderlinie Medizin im Projekt „Ein gutes Jahr mehr für jeden Bürger“. Ziel des Monitorings ist nicht die Entwicklungsbeobachtung einzelner Kinder, sondern herauszufinden, unter welchen Bedingungen sich Kinder optimal entwickeln.  

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Werkstattbericht zum MDI

Wie wird Wohlbefinden gemessen?

UWE geht von der sozialwissenschaftlichen Theorie aus, dass die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen von einer Vielzahl von Umgebungsmerkmalen beeinflusst wird. Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und ihren Potenzialen nachhaltig zu fördern, bedeutet demnach, die dauerhafte Umwelt, in der sie aufwachsen und alltäglich leben, zu verändern und positiv zu gestalten. Auf der Basis der Ergebnisse werden zwei Indizes gebildet.

Wohlbefinden-Index

Dieser Index gibt z. B. Auskunft über das subjektive Empfinden der Jugendlichen zu Dimensionen wie Glück, Optimismus und Selbstwertgefühl. 

Ressourcen-Index

Dieser Index nimmt die Ausstattung der Jugendlichen mit materiellen und immateriellen Ressourcen, wie beispielsweise Ernährung und Schlaf, aber auch die Beziehungen zu Mitmenschen in den Blick.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds